Amtliche Meldung

Ab 2024 wird auf LED umgerüstet

Gemeinde Nottuln modernisiert zusammen mit Westenergie 2580 Leuchtstellen

Nottuln. Es ist ein großer Schritt zu mehr Nachhaltigkeit und ein weiterer Baustein in Richtung Klimaneutralität 2030: Die Gemeinde Nottuln modernisiert ihre Straßenbeleuchtung und rüstet sie auf moderne LED-Technologie um. Das macht die Gemeindeverwaltung nicht in Eigenregie, sondern gemeinsam mit dem Energiedienstleister und Infrastrukturanbieter Westenergie, der die 2580 Leuchtstellen inklusive der 340 historischen Schinkel-Leuchten im Gemeindegebiet künftig betreiben wird. Die Gesamtkosten der Umrüstung belaufen sich auf rund 1,4 Millionen Euro.
„Wir investieren damit in die Zukunft“, betont Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes, „mit der Umrüstung auf LED sparen wir nicht nur Energie ein – wir rechnen mit 50 Prozent – sondern wir produzieren auch deutlich weniger CO₂. Damit gehen wir einen weiteren Schritt in Richtung Klimaneutralität 2030.“
Am Donnerstag wurde die Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und Westenergie – vertreten durch den Verwaltungschef und Westenergie-Regionalmanager Norbert Lüssem – offiziell besiegelt.
Das bedeutet, dass der Energiedienstleister und Infrastrukturanbieter die Straßenlampen nicht nur erneuert, sondern genauso ihre Wartung und Reparaturarbeiten übernehmen wird. Diese Dienstleistungen sind Teil des Lichtmanagement-Systems, mit dem die Straßenbeleuchtung in Nottuln effizient gesteuert werden wird.
„Das Thema Lichtmanagement-System ist eines, welches in den vergangenen fünf Jahren immer mehr an Wichtigkeit gewonnen hat“, erklärt Westenergie-Regionalmanager Norbert Lüssem, der sich genauso wie Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes darüber freut, dass die Zusammenarbeit zwischen Westenergie und der Gemeinde nun auch auf dieser Ebene fortgesetzt werden kann.
Mit Hilfe des Licht-Managements können die Westenergie-Mitarbeiter:innen quasi vom Schreibtisch aus die Nottulner Straßenbeleuchtung überprüfen und Fernwartungen erledigen. „Regelmäßige Kontrollfahrten sind nicht mehr notwendig. Die Straßenlampen melden mittels Sensoren und über GPS, wenn etwas  defekt ist“, erklärt Lüssem, „und erst dann ist ein Einsatz vor Ort notwendig.“
Die Leuchtköpfe selber haben übrigens eine Lebensdauer von 30 Jahren. Das Licht der Lampen, das außer bei Fußgängerüberwegen mit 3000 Kelvin eine Farbtemperatur mit wenig Blauanteil hat, und somit für Insekten kaum interessant ist, dimmt sich automatisch.
Zudem sorgt der Neigungswinkel der Leuchtköpfe dafür, dass wenig bis gar kein Streulicht entsteht. „Durch die LED-Beleuchtung wird also eine geringere Lichtverschmutzung erzeugt“, weist Lüssem auf einen weiteren Vorteil dieser modernen Technik hin. Davon profitiert auch der Steverseitenweg in Appelhülsen. Von der Münsterstraße bis in Höhe der Autobahn wird er mit 17 Leuchtstellen ausgerüstet, die Lauflicht produzieren: Die Beleuchtung reagiert auf Bewegung und schaltet sich dementsprechend an und aus.
Ab Januar 2024 beginnt der Austausch der Leuchtköpfe an 2580 Straßenlampen. „250 von ihnen sind bereits mit LED-Technologie ausgestattet“, erläutert Daniel Krüger, stellvertretender Leiter der Gemeindewerke Nottuln, „in unseren Neubaugebieten setzen wir ausschließlich diese moderne Technologie ein.“
Bejtus Berisa von der Westenergie Netzservice GmbH berichtet, dass die Arbeiten zum Austausch der alten Leuchtköpfe „bis Ende des ersten Quartals 2024 abgeschlossen sein werden.“
Die Arbeiten an den jeweiligen Leuchtstellen dauern nur kurze Zeit. „Wir rechnen mit rund 15 Minuten je Einheit“, so Jan Krampe von der Westnetz-Netzplanung.
In den nächsten Wochen wird der Baubetriebshof der Gemeinde Nottuln die vorbereitenden Arbeiten für die Umrüstung der Straßenlaternen leisten. „Das bedeutet, dass die Straßenlampen, von denen sehr viele auf privatem Grund stehen, zum Teil freigeschnitten werden müssen“, berichtet Daniel Krüger. Schließlich müssen die Westenergie-Mitarbeiter uneingeschränkten Zugang sowohl zum Leuchtkopf als auch zum Mast mit der Service-Klappe haben, wenn die Umrüstung schnell und reibungslos ablaufen soll. „Bevor der Baubetriebshof mit den Arbeiten beginnt, werden wir mit den Anwohner:innen das Gespräch suchen“, erklärt Krüger.
Eine umweltfreundliche und klimaschonende Beleuchtung bekommen demnächst auch die Gebäude im historischen Ortskern, berichtet Bürgermeister Thönnes. Sie werden mit einem natürlichen Lichtton angestrahlt und dem neuen Naturschutzgesetz entsprechend auch nicht mehr von unten, sondern die Leuchtquelle wird sich an den oberen Gebäudeteilen befinden: „So wird unser historisches Erbe auch in der Dunkelheit gut in Szene gesetzt.“

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Jan Krampe, Netzplanung Westnetz, Bejtus Berisa, Westenergie-Vertrieb, Daniel Krüger, stellvertretender Leiter der Gemeindewerke, Gemeindeoberrechtsrat Stefan Kohaus, Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes und Westenergie-Regionalmanager Norbert Lüssem (v.l.) besiegelten die Umrüstung von 2700 Leuchtstellen im Gemeindegebiet auf moderne LED-Technik. Baubeginn ist Januar 2024. Foto: Gemeinde Nottuln
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